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ASME Boiler and Pressure Vessel Code
 

ASME Code in Kürze

Im ASME Boiler and Pressure Vessel Code werden alle Anforderungen für drucktragende Komponenten bzgl. Material, Berechnung, Fertigung, Prüfen, Inspektion, Testen, Zertifizierung und Überdruckschutz geregelt.

Herausgegeben wird das Regelwerk von der American Society of Mechanical Engineers, der Vereinigung der Maschinenbauingenieure Amerikas. ASME ist in etwa vergleichbar mit dem deutschen VDI und hat weltweit über 120.000 Mitglieder.

Der ASME Code selbst ist für die verschiedenen Behälterarten (Dampfkessel, Heizkessel, Druckbehälter, etc.), Fabrikationsschritte (Schweißen, ZfP) und Material in einzelne Sections aufgeteilt.

ASME Code Standards
 

Dazu kommen noch Code Cases (Sondergenehmigungen für Konstruktionen oder Material, die nicht im Regelwerk erlaubt bzw. aufgenommen sind), Interpretations (Erklärungen von ASME zum Regelwerk), Referenzstandards (z. B. ASME B16.5 Flansche, ASME B16.9 Fittinge) und weitere Regelwerke, bspw. für Rohrleitungen (B31.3 - Process Piping, B31.1 – Power Piping, etc.).

Die erste Ausgabe der ASME Code Section I für Dampfkessel erschien 1914. Seitdem wurde der ASME Code ständig erweitert und aktualisiert. Seit 2011 wird alle zwei Jahre eine neue Ausgabe (Edition) herausgegeben. Die bis 2010 übliche Praxis der alle drei Jahre erscheinenden neuen Ausgaben und jährlichen Addendas wurde damit abgeschafft. Ausnahme hiervon sind „Reference Codes“ wie die ASME B16.5 für Flansche oder Rohrleitungsregelwerke, die in unregelmäßigen Abständen aktualisiert werden.

Neue Ausgaben des ASME Codes erscheinen also im 2 Jahre Rhythmus jeweils Mitte des Jahres am 1. Juli. Verpflichtend anzuwenden sind sie ab dem 01. Januar des folgenden Jahres. Die für einen neuen Auftrag anzuwendende Ausgabe des ASME Codes ist die beim Auftragseingang gültige. Ausnahme hierbei sind die Nuklearcodes, bei denen die Ausgabe vom Betreiber spezifiziert werden muss. Neben dem englischen ASME Code gibt es noch einige Übersetzungen. Auf Deutsch wird der ASME Code vom FDBR herausgegeben. Diese deutsche Übersetzung des ASME Codes ist zwar sehr gut, jedoch nicht offiziell von ASME und deshalb nur eine Hilfe. Zur Erfüllung der ASME Code Anforderungen muss immer eine offizielle ASME Ausgabe herangezogen werden.

Das System der „ASME Stamps“ wurde 2011 überarbeitet. Die verschiedenen alten U, S, H, usw. Stempel wurden abgeschafft. Stattdessen wurde ein einziges ASME Certification Mark eingeführt. Zur Kennzeichnung der angewendeten ASME Code Sections wird der jeweilige Buchstabe (Designator) der Section unter dem ASME Certification Mark eingeprägt. Diese neue Stempelung sollte nach einer Übergangsfrist ab Januar 2013 für alle Neuaufträge verpflichtend werden. Da allerdings nicht alle Hersteller rechtzeitig mit dem neuen ASME Stempel versorgt werden konnten, wurde diese Übergangsfrist verlängert. Damit konnten, unter Verwendung der modifizierten Code Cases 2710 und 2714, die „alten“ ASME Stamps auch noch bis Ende 2013 verwendet werden. Heute findet nur noch das "ASME Certification Mark" mit dem zugehörigen "Designator" Verwendung.

Die Autorisierung durch ASME zur Herstellung von ASME gestempelten Komponenten findet nach einem erfolgreichen Audit (ASME Joint Review bzw. Survey) durch ASME und die Authorized Inspection Agency (AIA) statt. Die Authorized Inspection Agency ist die Inspektionsgesellschaft, die den Hersteller durch den Zertifizierungsprozess begleitet und anschließend alle ASME Bauprüfungen durchführt. Die ASME Audits werden alle drei Jahre wiederholt, die Zertifizierung ist somit, bis auf einige Ausnahmen, jeweils für drei Jahre gültig.

ASME Section VIII Division 1
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